Sa
11
Feb
2012
48 Stunden Reise
Und dann sind wir zum Flughafen und sind heim geflogen. Nach fast 48 Stunden Reise mit Boot, Auto, Zug und Flieger von Kota Bahru kommen wir im Schneefall in Graz an… Schön ist es hier und es gibt kaltes Bier J
Fazit:
Wir haben diese Reise sehr genossen. Malaysien ist ein wunderschönes Land mit superfreundlichen und hilfsbereiten Menschen. Wir haben diese Leute sogar freundlicher als die Thailänder empfunden. Alle lächeln uns an oder wollen mit uns plaudern. Vor allem die Mädels schauen den großen Martin mit den langen Wuschelhaaren und den hellen Augen oft verstohlen an. Angenehm ist, dass es hier auch überhaupt keine aufdringlichen Händler gibt, dafür ist Bier schwer erhältlich (meist versteckt in chinesischen Läden oder chinesischen Restaurants) und schweineteuer (ein kleines Bier kann bis zu 5 Euro kosten). Essen ist superbillig und wird entweder mit Löffel und Gabel oder mit den Fingern gegessen.
Unterkünfte gibt es in allen Kategorien. Vom billigen, fensterlosen Zimmer mit nur einem Bett und ohne Bad bis zu luxuriösen Zimmerchen mit heisser Dusche.
Für Ostmalaysien sind wir in der falschen Jahreszeit gereist. Dezember und Jänner ist Monsunzeit. Dh in Borneo regnet es viel und in Westmalaysien ist an der Ostküste, v.a. in Tioman und auf den Perhentian Inseln sehr viel geschlossen (Diveshops, Restaurants, Hotels) und es windet und regnet und stürmt (aber es ist warm…). Dann versteht man auch, warum der Regenwald „Regenwald“ heisst.
Auch Reisen ist kein Problem, es gibt superbillige Busse und auch sehr, sehr günstige Flüge der AirAsia, die sehr einfach über Internet zu buchen sind. Beim Zug ist es schwieriger – super Website, aber beim Buchen übers Internet ist uns das Programm immer abgestürzt. Und der Zug ist sehr beliebt – also muss man früh genug buchen.
Elke war froh, dass ihre neuen Panama Jack Sandalen nur einen Riemen mit Klettverschluss haben. In Malaysien gibt es sehr viel Geschäfte sowie auch Tempel, die nur ohne Schuhe betreten werden dürfen. Also Flip Flops oder irgendwelche Schlapfen sind hier das idealste Schuhwerk.
Wir überlegen wieder nach Malaysien zu fahren…
Fr
10
Feb
2012
mit 3 Macheten nach Singapur und auch wieder raus
An der Grenze zu Singapur müssen wir in einen anderen Zug und fahren noch eine Station. Dann wird unser Gepäck durchleuchtet. Uns wird kurz ganz heiß, denn wir haben vergessen den gruseligen Eiswürfelwodka aus unserem Handgepäck rauszuholen. Und ja – wir müssen unsere Rucksäcke öffnen – die Zöllner schauen ganz streng. Aber es geht nicht um den Wodka, sondern um die 3 Macheten, die Martin in seinem Rucksack hat. Wir haben diese in Borneo gekauft und sind damit durch ganz Malaysien und Thailand gereist und geflogen, ohne dass jemals ein Zöllner was gesagt hat. In Malaysien haben sie immer nur gegrinst, aber in Singapur ist alles anders. Da gelten Macheten als Waffe und dürfen auf keinen Fall eingeführt werden. Oje – wir erzählen ihnen, dass wir zuhause diese großen Messer in der Küche verwenden und sie als Geschenk mithaben. Die Zöllner werden daraufhin unheimlich freundlich und es scheint ihnen richtig unangenehm zu sein, den Martin in ein Hinterzimmerchen mitzunehmen, um seine Daten aufzuschreiben. Elke plaudert inzwischen mit den anderen Zöllnern und hat eher das Gefühl, dass diese froh sind, dass endlich mal was los ist.
Auf jeden Fall haben die Zöllner Mitleid mit uns und lassen uns mit den „Küchenmesser“ einreisen, nachdem wir ihnen noch mal bestätigt haben, dass wir diese nicht zum Jagen verwenden und dass wir eh sofort zum Flughafen fahren. Das beruhigt die Zöllner und sie erklären uns, dass wir die Messer allerdings gleich am Flughafen deklarieren müssen (es ist wohl einfach wichtig, dass diese Waffen ja nicht in Singapur bleiben). Auch dürfen wir die Macheten ja niemanden zeigen und sollen sie auch auf keinen Fall vor anderen Leuten auspacken. Ok… Also ab zum Flughafen wo wir unser Gepäck abgeben wollen, damit wir uns endlich ins singapurianische Stadtleben schmeissen können. Aber das ging alles nicht so schnell…
Die Sache mit der Deklaration der Messer am Flughafen war alles andere als einfach. Wir gehen zuerst mal zum Zoll für Handgepäckzeugs. Die schicken uns zur Info. Die sagen uns, dass wir nur beim Einchecken sagen müssen, dass wir 3 Messer im Rucksack haben (wir sprechen schon lange nicht mehr von „Macheten“ sondern nur mehr von „Küchenmessern“). Wir gehen daraufhin zum Lufthansa office um zu fragen, ab wann wir einchecken können (es ist jetzt ungefähr 14.30 und unser Flug geht erst um 23.55). Blöderweise fragen wir auch den netten Lufthansa Officer ob er weiss, wo wir unsere Messer deklarieren können. Und der Mann ist so lieb und lauft mit uns durch den ganzen Terminal noch mal zum Handgepäck Zoll, die schicken uns dann weiter zu den Zollbehörden, die direkt am Eingang zur Abflughalle stehen. Die sagen uns dann, dass wir einen Polizeireport schreiben müssen. Die Polizei ist allerdings in einem anderen Terminal und den erreichen wir nur mit dem SkyTrain. Mamma mia. Also weiter geht’s zum Terminal 3. Dort tun wir mal frühstücken – haben den ganzen Tag noch nichts gegessen und jetzt gibt’s mal einen guten Kaffee und Kakao, denn ohne dem würden wir wohl keinen Polizei Report mehr schreiben können. Dann geht’s ab zur Polizei. Die erste Polizistin sagt uns wir müssen ungefähr 45 Minuten warten. Wääääh - wir wollen in die Stadt!! Der nächste Polizist erklärt uns, dass wir eine Lizenzierung bräuchten für diese Messer, keinen Polizeireport. Aber die Lizenzierungsstellen haben alle schon zu, deshalb sollen wir einfach beim Check in bekanntgeben, dass wir die Messer im Rucksack haben und dann kommt die Polizei und checkt das ab…. Irgendwie kommt uns das bekannt vor… das war doch auch die allererste Information, die wir bekommen haben… aaaahrrrgggghhh. Und jetzt isses uns egal. Wir checken ein, erklären dem Eincheckmädel, dass wir drei Messer im Rucksack haben und sie lächelt uns freundlich an und sagt „ja, ist ok“…
Inzwischen ist es schon 16.30… aber egal – jetzt geht’s auf in die Stadt. Juppiduuuhhh. Wir fahren ins indische Viertel und lassen uns einfach treiben, gelangen dann ins chinesische Viertel, wo wir ein letztes mal in den sogenannten „food stalls“ essen und trinken im arabische Viertel ein Bier. Riesenradfahren geht sich jetzt leider nicht mehr aus…
Do
09
Feb
2012
Kota Bharu, Sightseeing
Aber leider müssen wir am 9.2. die Insel wieder verlassen – wir müssen am nächsten Tag in Singapur sein, da unser Flieger zurück nach Europa geht. Also ab geht’s mit dem Boot nach Kuala Besut, wo schon Zecks Sohn auf uns wartet. Mit ihm geht’s zuerst zurück ins Hostel nach Kota Bahru. Dort packen wir alle unsere Sachen schon flug- und österreichfähig ein und um. Das dicke Gewand kommt ins Handgepäck, die noch nassen Bikinis ins große Gepäck. Und dann geht’s Richtung Bahnhof. Der liebe Zeck hats geschafft, uns ein Zugticket nach Singapur zu besorgen. Wir fahren in der Nacht und haben 2 Liegebetten bekommen. Aber bevor wir losfahren, gibt’s noch einen Besuch beim Drachenbauer, Schattenpuppenbauer und bei den Batikmädels. Jetzt wissen wir, wieso die handbemalten Stoffe hier so teuer sind... Auch wissen wir, warum die Mopedfahrer alle ihre Jacken verkehrt herum anhaben. Sie schützen damit ihre Unterarme vor der Sonne und es wird nicht so heiß am Rücken. Auch den liegenden Buddha in der nähe von Kota Bharu schauen wir uns noch an und gehen mit Zecks Sohn Jo noch mal Essen, bevor wir zum Bahnhof fahren. Er ist mit den Händen und wir mit Besteck. Er ist ungefähr 3x schneller mit dem Essen als wir. Wir haben in Kota Bharu am Markt einmal probiert blauen Reis mit den Händen zu essen – aber irgendwie ist das gar nicht so einfach…
Um 20.45 Uhr kommt ziemlich pünktlich unser Zug. Wir liegen mit ca. 40 weiteren Personen in einem Wagon. Jeder hat ein kleines Pritschenbett mit Vorhang davor und der Zug ist voll. So müde wie wir sind, schlafen wir bald ein, wachen immer wieder auf, schlafen wieder ein. Um 10.15 Uhr am nächsten Tag sollte der Zug in Singapur sein, aber wir kommen erst um 13.30 Uhr an – ui zwick – unser geplanter Sigthseeing Tag in Singapur wird somit immer kürzer – und wir wussten zu dem Zeitpunkt noch nicht, dass er noch kürzer werden wird…
Di
07
Feb
2012
Perhentian Besar
Am nächsten Tag packen wir unsere Bikinis ein und fahren mit einem kleinen Boot auf die Insel. Wir entscheiden uns für die größere Insel Perhentian Besar, da dort weniger los sein soll. Und das stimmt auch so. Die Saison hat hier erst vor 3, 4 Tagen begonnen und wir erleben so richtig den Anfang einer hight season. Überall wird noch geputzt und ausgemalt und angemalt, Schilder werden aufgestellt und Häuschen gebaut. Der Dive Shop neben unserem quartier „Watercolours“ wartet noch auf sein Equipment – deshalb tauchen wir bei den „Universal Divers“ – eine Bucht weiter. Die Insel ist wunderschön mit langem Sandstrand, Dschungel mit fliegenden Füchsen (oder Hunden…), bunten Spinnen und Palmen – und nix los da – noch kaum Touristen.
Die Sicht beim Tauchen ist leider noch sehr schlecht – so ganz hat sich das Meer scheinbar noch nicht vom Monsun erholt – aber die Tauchplätze sind genial und Dank unserem Diveguide Ali aus Langkawi, der sich im Wasser fast nicht bewegt, sehen wir viel, viel Kleinzeug aber auch Schildkröten. Man merkt auch an den Leuten, dass die Saison grad erst beginnt – alle unglaublich freundlich und hilfsbereit. Jeder quatscht gern mit dir, alle grüßen und grinsen. Schön isses da!
Mo
06
Feb
2012
Kota Bahru
Haben Ko Phi Phi schweren Herzens verlassen – wären echt noch gerne im Paradies geblieben, aber einerseits müssen wir langsam zurück nach Singapur und andererseits gibt es in Malaysien ja noch so viel zu sehen. Wir machen uns mal auf den Weg nach Kota Bahru – einem extrem traditionellen islamischen malayischen Ort – und quartieren uns in „Zeck`s Travellers Inn“ ein. Ein sensationelles Hostel – zuerst schauts geschlossen aus – doch dann öffnet uns doch jemand – chaotisch isses da drin. Alles offen und viele Infozettel hängen herum. Zeck ist ein supernetter Malaye von den Perhentian Islands und sehr hilfsbereit. Er kommt gerade vom „Heimurlaub“ und überredet uns auch auf die Inseln zu fahren. Juchuuu – noch einmal Sand, Meer und Tauchen, bevor wir heim fahren.
Am Abend gehen wir auf den Nightmarkt um Abendzuessen. Jöööö da gibt’s viel Zeugs. Wir haben keine Ahnung was das alles ist – aber es richt gut und so bestellen wir einfach lustig drauf los. Hier gibt’s den berühmten blauen Reis – also her damit. Dazu Hühnchen, Ei, Sojasprossen und was anderes. Aber es gibt kein Besteck – alle essen hier mit der rechten Hand. Also machen wir das auch. Ui zwick – ganz schön schwierig…und blöd, weil es gibt keine Servietten – dafür Wassserkrüge am Tisch. Dann gibt’s noch PanCake ähnliche Dinge mit Huhn und Ei drin – supergut. Nudeln (das bekannte Laksa Lemak) mit ebenfalls Zeug drauf und frisch gepressten Fruchtsaft. Guuut. Junge Mädels in Burkas sprechen uns an und blödeln mit uns über das essen. Sie amüsieren sich, dass wir keine Ahnung haben, was wir da bestellen und wie es schmeckt. Sie reden aber super englisch und haben sichtbar Spaß an der Kommunikation mit uns. Ja – wir fallen auf – viel Europäer gibt’s hier in der Stadt auch nicht.
So
05
Feb
2012
Ko Phi Phi
27.1.2012 – 5.2.2012
Sind jetzt also wieder Landratten. Sind allerdings gleich in der Früh von Phuket auf ein Schiff Richtung Ko Phi Phi. Haben uns entschlossen, hier in Thailand noch mal an einem Strand ein bissl zu bleiben und tauchen zu gehen. In Ton Sai auf Ko Phi Phi legt die Fähre an und es wuselt nur so vor Leuten – ui zwick, sind ein bissl unsicher, obs gut war hierher zu kommen, organisieren uns gleich ein long-tail boot und fahren an den Long Beach.
Ohhh und da ist es so schön, dass wir über eine Woche hängen bleiben. Wir machen einfach Urlaub. In einem kleinen Häuschen am Strand mit Dive-Shop gleich daneben und unheimlich lieben Leuten. Das Tauchen hier ist im Gegensatz zu den hektischen und übervollen Tauchshops von Ton Sai sehr relaxt, sehr gemütlich – wir sind oft nur zu dritt, tauchen im Aquarium und genießen Fische, Haie, Schildkröten, Schnecken, Korallen etc… Die „Long-Beach-Diver“ sind noch dazu total nett und wir haben viel Spaß mit Ryan und Lukas, die im Diveshop arbeiten.
So
05
Feb
2012
Thailand Ko Phi Phi
Eine schöne Zeit auf der Insel Ko Phi Phi geht zu Ende, schon bald fährt das Schiff zum Festland und wir kommen Malaysia näher. jetzt springen wir noch mal ins Wasser, von der Unterwasserwelt könnt ihr hier einen Einblick genießen.
Mi
25
Jan
2012
Bida Nok
Am nächsten Tag hauen wir ganz früh ab. Die Nacht war recht ruhig, bis auf ein paar Schreie der Betrunkenen, die eine „Night on the Beach“ gebucht hatten und zwischen Bier und Ratten schlafen mussten (uaaah…). Schon um 7.00 in der Früh kommen die ersten Gäste in die Bucht. Wie groß die Auswirkung des Filmes auf diese Bucht ist, sehen wir allerdings erst Tage später, als wir mit einer Fähre am Vormittag noch mal am Strand vorbei fahren. Man sieht den Strand nicht mehr. Er ist weg!
Na egal – wir ziehen weiter nach „Ko Schuh“. Den Namen haben wir erfunden, aber die Insel schaut einfach aus wie ein Schuh. Basta!. Dort schmeißt uns Tom an einem Felsen zum Schnorcheln ins Wasser und wir vergessen fast zu atmen – so schön ist es dort. Wir sehen sogar wieder einen kleinen Schwarzspitzenriffhai, unglaublich viel bunte Fischlein, Korallen, glasklar alles da. Und auch dementsprechende beliebt bei Tauchern.
Und jetzt geht’s in den Endspurt. Wir segeln nach Phuket in die Ao Chalong Bucht, wo die Pakia Tea in einer Werft umgebaut wird. Das Wetter ist schön, es gibt ein bisschen Wind, Tom zieht den Spinnaker auf und wir gleiten dahin. Und weils so schön ist, gibt’s auch noch ein Drachensteigen. Der Drache/Kyte trägt eine Kamera und soll die Pakia Tea samt Spinnaker in ihrer ganzen Pracht fotografieren. Ein nicht so einfaches Unterfangen. Der Spinnaker muss gscheit stehen, der Drache muss gscheit steigen und wir müssen alle lieb schauen. Eine zeitlang steht der Drache auch über dem Boot, doch dann verlässt uns der Wind. Die Kamera kann gerettet werden, der Drache stürzt ab, der Spinnaker fällt ein. Aber: es ist das Jahr des Drachens und somit starten wir heldenmütigst eine Drachenrettungsaktion! In den Wind, Segel runter, Drachen aus der unendlichen Tiefe des Meeres langsam hochziehen – da ist er! Und die ganze Aktion hat sich wirklich gelohnt – wie man an den Fotos sehen kann.
Und die Ao Chalong in der Nähe Phukets kommt näher und wir werden immer trauriger. Eine schöne Zeit geht dem Ende zu. Die Pakia Tea wird Stück für Stück „eingemottet“ (ich glaub, da gibt’s einen besseren seglerischen Ausdruck….) Und wir ankern. Der letzte Tag mit Tom & Sonja und Thomas naht und auf uns kommt wieder nach einer längeren Zeit ein Informationstag zu. Wir haben noch keine Ahnung wohin wir wollen. Ein Reiseführer von Thailand geht uns auch ab. Wir wissen nur, dass wir noch a bissl dableiben wollen. Auf irgendeine Insel zum Tauchen… Es wird wohl Ko Phi Phi. Dann ein letztes mal Abend essen mit der Crew und baba sagen. Das nächste mal wenn wir sie sehen, sind Tom & Sonja schon zu dritt J Sonjas Bauch ist am Boot super gewachsen – und das hat nicht nur am guten Essen gelegen (hab ich schon gesagt, dass Sonja großartig kocht…?). Aber wir durften sie trotzdem nicht von einer Bordseite zur anderen rollen.
Foto: www.planet-ocean.at
Di
24
Jan
2012
Ko Muk
Ein sensationeller Tag! Angefangen hat alles in den „Emirate Caves“. Ganz in der früh – vor dem ganzen Touristentrubel, sind wir die ersten die durch die Höhlen auf Ko Muk ins innere der Insel an einen unglaublichen Strand schnorcheln. Von Steilwänden umkreist ist der einzige Zugang das Meer. Piraten haben früher ihre Schätze hier gehortet und versteckt. Wir finden gar nix mehr davon und geniessen die mystische Atmosphäre dieses Strandes. Noch sind wir die einzigen – aber kurz nach uns kommen die Thailändische long-tails wie Wespen angesurrt und karren Tourist nach Tourist in die Höhle. Danke wieder mal an Tom, der uns im Morgengrauen schon zum Höhleneingang gebracht hat.
Dann geht’s weiter. Wir erleben einen Teil Filmgeschichte und suchen die Fußstapfen von Leonardo di Caprio, die er im Film „The Beach“ hinterlassen hat, in der Maya Bucht auf Ko Phi Phi Ley. Aber wir finden sie nicht. Obwohl wir erst am Abend in der Bucht vor dem berühmten Strand ankern, müssen wir lange suchen, um den Strand überhaupt zu sehen. Touristen, Touristen, Touristen, Boote, Boote Boote… ein unglaublich hektisches Treiben und wir trauen uns nicht mal ins Wasser um die kurze Strecke zum Strand zu schnorcheln, da wir uns sicher sind, von einem Boot über den Haufen gefahren zu werden. Hier ist alles irre – so wie im Film. Partyboote mit Filmmusik rasen vorbei. Also warten wir bis es fast dunkel ist, fahren sicherheitshalber mit dem Dingi an Land, suchen Leos Fußstapfen, finden aber stattdessen 2 Baby Schwarzspitzenriffhaie (bzw. Sonja findet sie). Und Thomas und Martin finden Bier.
Mo
23
Jan
2012
Segelpause
Nachdem wir uns ziemlich beeilt hatten, durch die Straße von Melaka zu kommen, haben wir jetzt mehr Zeit um die Inselchen auch geniessen zu können. Somit machen wir mal einen Tag Segelpause und gehen auch am nächsten Tag noch mal schnorcheln – schööön, schööön, schööön. Es ist halt schon sehr klasse, wenn drei Meeresbiologen mit geschulten Augen uns Dinge zeigen, die wir gar nicht gesehen hätten.
Heute ist chinesisches Neues Jahr – das Jahr des Drachen beginnt (ein Hoch dem Capitano und Capitanito/a!! – beides Drachen! Gratulation – gut kalkuliert!). Aber wir sind auf einer einsamen Insel in Thailand und kriegen gar nix davon mit.
So
22
Jan
2012
Ko Rok
Am nächsten Tag kommen wir am späten Nachmittag in Ko Rok an und hupfen wieder zum Schnorcheln ins Wasser, fahren an Land um Bier einzukaufen. Hier ist es endlich wieder billiger (das Bier) und ausserdem gibt’s mit Thomas einen Biertrinker mehr ;-). Elke quatscht eine Tauchboot crew einer mehrtägigen Tauchsafari an. Sie planen gerade einen Nachttauchgang und Martin hängt sich einfach an. Die Crew ist sehr flexibel, hat genug spare-equipment mit und verdient sich somit ein kleines Zugeld. Martin kommt grinsend vom Night-dive zurück und erzählt von ein bisschen chaotischen Zuständen, einem fast abgesoffenen Beiboot und dicken Tauchtouristen, die von zierlichen Thailändern wieder ins Boot gehievt werden mussten.
Sa
21
Jan
2012
Ko Ravi
Dann geht’s wieder sehr früh weiter, es regnet nicht mehr, das Wasser wird klarer aber dafür gibt’s auch nur mehr wenig Wind. Also tuckern wir gemütlich über die Thailandisch/Malayische Grenze Richtung Tarotao Nationalpark (Ko Ravi). Und auf der Fahrt dorthin erblicken Sonjas Adleraugen zwei Zwergwale – wow wow wow schöööön. Sie umrunden einige Male das Boot und immer dort wo Tom auftaucht, tauchen sie unter, verschwinden um dann auf der anderen Seite des Bootes wieder aufzutauchen um sich heimlich in ihre Barten zu lachen. Ein unglaubliches Erlebnis. Ko Ravi ist dann die erste thailändische Insel: weisser Sandstrand, türkisblaues Wasser, buntes Riff und glasklar. Schnorcheln hier ist wunderschön. Wir bleiben über Nacht, es gibt Pizza und Wein und Kampfuno und Ukulele.
Fr
20
Jan
2012
Langkawi
Leider regnet es am nächsten Tag und wir beschliessen weiterzusegeln. Irgendwannmal hört der Regen auf und wir spinnakern dahin und es wird wärmer und es wird heiß. Wir legen in Pantai Kok an, fahren mit der Langkawi cable car (übrigens von Doppelmayer) auf den 700m hohen Gunung Machinchang und geniessen eine wunderschöne Aussicht auf die Inselchen von Langkawi.
Do
19
Jan
2012
Penang/Georgetown
In Penang/Georgetown verabschieden wir uns von Alois und Sonni und Felix. Sie machen nach dieser anstrengenden Überfahrt mit doch recht vielen Nachfahrten mal Urlaub in Georgetown ;-) dafür nehmen wir Thomas an Board. Martin besorgt noch einen Sack Eis fürs kühle Bier und nach einigen Amtswegen können wir ausreisen. Wir düsen recht schnell weiter Richtung Norden nach Langkawi. Lauter kleine Inselchen – wie im Bilderbuch. Wir ankern am Abend ganz versteckt, Tom spielt Ukulele und wir staunen über ein sensationelles Meeresleuchten. Thomas sammelt Spucke, Martin versucht mit Brotkrumen Fische anzulocken und Elke geht in der Nacht extra oft aufs Klo und nach jeder Spülung hört man es aus der Toilette kichern – so lustig schaut die Salzwasserspülung mit Meeresleuchten aus. Capitano und Capitanera gehen schlafen, denn am nächsten Tag geht’s sehr früh weiter
Sa
14
Jan
2012
Melaka
In der Früh gibt’s wieder eine sonniges von Sonja zubereitetes Superfrühstück mit Pancakes, Früchten (inkl. Bananen) und Kaffe (Sonne ist übrigens eine Superköchin!!) Kurz danach machen sich Tom und Martin auf zum Benzin kaufen, und Sternfrüchte ernten. Und sie bringen auch gleich Eis mit. Gott sei Dank – das Bier war schon fast warm… Den Tag verbringen wir in Melaka mit Sightseeing und Shopping. Wie fast alle große malayische Städte hat auch Melaka ein chinesisches Viertel „Chinatown“. Somit wird das chinesische Neujahr in der ganzen Stadt vorbereitet. Ein riesiger Drache (oder Wurm) wird aufgehängt. Es ist das Jahr des Drachens (oder Wurms). Am Abend gibt’s wieder Schokokuchen bei Felix, mit Kaffe, Pineapple Tarts und kaltem Bier und zum Abschluss vorm Schlafengehen ein Feuerwerk. Happy New Year (wir wissen nur nicht genau, obs heut ist, morgen oder doch erst am 23.1.12)!
Fr
13
Jan
2012
Schokokuchen
Wir ankern vor Melaka. Ein Feuerwerk begrüsst uns – es ist kurz vor chinesisch Neujahr. Alois und Sonni laden uns zu einem Abendbier ein. Was wir nicht wissen: Sonni hat einen unglaublich guten Schokokuchen mit selbstgeraspelten Kokosflocken gebacken, da Martin so traurig war, als sie ihm den Schokokuchen an der Kassa weggenommen haben. Jetzt leuchten seine Augen wieder und wir sind richtig froh, dass wir den Schokokuchen im Geschäft lassen mussten. Dazu kaltes Bier und zum Abschluss Rum aus Barbados. Voll lieb!
Foto: Sonja Puchner
Fr
13
Jan
2012
Kein Schokokuchen in Muar
Auf dem Weg nach Muar werden wir freundlichst von Fischern und Schleppern begrüsst. Verständlich, denn wer fährt sonst schon nach Muar? Wir doch auch nur, weil wir endlich Bananen wollen! Also ankern wir im Fluss mitten in der Stadt vor einem Supermarkt und machen uns auf den Weg zum Shoppen. Wir kaufen alles, was uns gefällt. Doch leider vergessen wir Ananas und Zitronengras und Schokotorte (!!) abzuwiegen und so wird uns alles an der Kassa mit einem freundlichen Lächeln weggenommen. Martin ist richtig traurig – er hat sich so auf Schokotorte mit Kaffe bei Alois und Sonni am Felix gefreut - ihm fallt richtig das Gsicht zsamm… Wir bringen alles, was wir behalten durften auf die Pakia Tea und gehen dann noch was Essen. Der Wasserspiegel sinkt und wir sollten schauen, dass wir aus dem Fluss ins offene Meer kommen. Das schaffen wir auch, allerdings bleiben wir in einem Stellnetz hängen. Ui zwick-zwack – aber Martin hupft mit Taucherbrille todesmutig ins dreckige Wasser, befreit die Ruderblätter von den Seilen und der Fischer schaut bös.
Inzwischen kommen wir Melaka immer näher. Noch immer säumen Frachtschiffe den Horizont. Ob das die ganze Strasse von Melaka so weiter geht? Das Meer ist hier seicht und dreckig – es schaut fast so aus wie am Neusiedlersee (Zitat: Tom), dafür scheint häufig die Sonne.
Foto: Sonja Puchner
Do
12
Jan
2012
Nachtfahrt nach Muar
Wir wollen weiter gegen Norden – aber der Wind kommt von dort. So was blödes, wir würden ganz gern so schnell wie möglich in die Andamansee. Also fahren wir erst mal mit Segel und Motor zur Bananeninsel (Pulau Pisang), trinken Kaffe mit Alois und Sonni, überlegen ob wir noch Bananen klauen sollen, beschließen aber dann aufzukreuzen. Zicki zacki geht’s gegen den Wind in die Nacht hinein. Dann wird’s kompliziert – Lichterl hier, Lichterl dort, Wind hier, Leuchtturm dort, Fischer hier, Stellnetz dort – und das alles im Dunkeln. Aber auf Capitanera, Capitanito/a und Capitano ist Verlass. Sie manövrieren uns heldenmütigst unter Segeln, aber später auch aufgrund fehlenden Windes mit Motor durch die Nacht nach Muar.
Mi
11
Jan
2012
Seeweg um Singapur
Wir kommen Singapur immer näher. Man erkennt den Seeweg nach Singapur an den Frachtern, die sich vor und nach Singapur stauen. Wir fangen mal an zu zählen – Sonja zählt über 130 Schiffe. Und je näher wir Singapur kommen, desto dichter wird’s mit den riesigen Containerschiffen. Wir sind froh, dass sie alle unter Anker liegen und sich nicht auch noch bewegen. Ganz klein kommt man sich so mit einem zweimastigen Katameran vor. Und ganz komisch und fast nackt - so ohne Container. Riesenfrachter weichen aus – oder auch nicht, Besatzungen von Militäterbooten winken, Pappfiguren bewachen mit Gewehren Containerschiffe und Kokosnusshändler verkaufen Kokosnüsse (und Bananen). Tom manövriert uns grossartigst im Zickezack durch ca. 127.345 Frachter. Und man beachte: alles unter Segeln!! Kein einziges mal den Motor eingeschalten. Bravo Capitano! Und noch was Tolles: Sowie wir um Singapur herum sind, hörts auf zu regnen, die Sonne scheint, Martin ist schon länger nicht mehr grün im Gesicht und verarbeitet am Abend unsere erstandenen Kokosnüsse zu einem „sun-downer“, den wir mit der Felix-Crew Alois und Sonni geniessen J.
Foto: Sonja Puchner
Di
10
Jan
2012
Wir segeln los!
mir nach!
. Am 10.1. geht’s vor Sonnenaufgang los. Es regnet und windet und wellt. Wir verbringen den Grossteil des Tages in der Kabine – Martins Magen muss sich erst mal auf den Wellengang einstellen. Nach ca. 14 Stunden segeln, legen wir kurz vor Singapur in einer Bucht an. Es regnet und windet noch immer und wir schlafen in einem krachenden und rumpelnden Boot überraschend gut ein.
Mo
09
Jan
2012
Pakia Tea
Am 9.1. gehen wir noch ordentlich shoppen. Vor allem Bier, das in der zollfreien Zone Tiomans vergleichsweise günstig zum restlichen Malaysien ist. Und nicht zu vergessen: absolut seefestes, wasserdichtes und hochqualitatives „Yong Chang“ Regenzeug zum Segeln. Näheres zur "Pakia Tea" gibts hier: www.planet-ocean.at/de/wharram-katamaran-pahi-52.html
Sa
07
Jan
2012
Pulau Tioman
Pulau Tioman ist eine wunderschöne Insel in Westmalaysien mit weissen Sandstränden, Palmen und glasklarem blauen Wasser. Allerdings nicht in der Regenzeit – da regnets nur. Wir kommen mit einer kleinen Propellermaschine aus dem sonnigen Kuala Lumpur in Tioman an und es regnet. Wir schaffens auf Grund des Regens nicht mal bis zu unserer Unterkunft. Dort erfahren wir dann, dass unser Hotel aufgrund der low season geschlossen hat. So wie viele Restaurants, alle dive-shops und ein Haufen anderer Hotels. Aber wir finden dann doch noch ein supercooles Zimmer. Unsere Unterkunft liegt direkt am Strand mit einer großen Glaswand mit Blick auf Palmen, Meer und Regen. Und das zu einem Spott-Preis. Wir sind die einzigen Gäste. Inzwischen haben wir Kontakt zu Tom & Sonja aufgenommen und wissen, dass sie im Ansegeln sind. Und siehe da, am 8.1. wachen wir in der Früh auf, schauen aus unserer Glaswand auf das Meer und sehen einen Katameran in der Bucht ankern und einen weiteren gerade einlaufen. Es ist die Pakia Tea mit Tom und Sonja und der Katameran Felix mit den Eltern von Tom, Alois und Sonni. Juchhuu da sind sie!
Fr
06
Jan
2012
Kuala Lumpur
Sind in Kuala Lumpur angekommen und haben ein cooles Hostel mitten im chinesischen Viertel mit Blick auf den Markt. Es ist 23.00 Uhr und alle Stände werden in Boxen verpackt und abtransportiert – unser Zimmer bietet einen wunderbaren Überblick über dieses Spektakel. Haben uns sofort nach Ankunft in den Markt gestürzt und einfach mal nur geschaut, geshoppt, Früchte ausprobiert, chinesisch gegessen und sauteures Bier getrunken. Hier geht’s wirklich rund. Unser Hostel hat ein Fenster – das ist selten für eine billige Unterkunft und wir freuen uns darüber. Morgen geht’s gleich in der Früh mit dem Flieger weiter nach Pulau Tioman, eine kleine Insel im Osten von Westmalaysien auf der wir in drei Tagen Tom & Sonja, die Segler treffen sollten. Internet connection soll nicht allzu gut dort sein, also kanns sein, dass ihr jetzt ein paar Wochen nix mehr von uns hört – dann sind wir am Segelboot...
Do
05
Jan
2012
Kota Kinabalu
Wir sind wieder in Kota Kinabalu. Geniessen diese liebe, vielseitige Stadt und nutzen den Abend um zu schreiben und Fotos zu sortieren. Danke für die lieben Kommentare – freuen uns immer wieder sehr darüber. Morgen geht’s weiter mit dem Flugzeug nach Kuala Lumpur.
Mi
04
Jan
2012
Dschungel Camp
Wir haben das Dschungel Camp überlebt J. Allein die Fahrt dorthin war sensationell. Zuerst mit einem Minivan und dann mit dem Boot. Es regnet Hunde und Katzen– und wir werden mit einem offenen Boot transportiert. Das heisst, das gesamte Gepäck so gut wie möglich wasserdicht verpacken (Müllsäcke eignen sich dafür ganz gut), Plastik Schuhe anziehen, Regenjacke und drüber Plastikponcho. Die Bootsfahrt dauert ca. 45 Minuten und es regnet und regnet und regnet. Das Camp liegt am Ufer des Kinabatangan River mitten im Dschungel und es ist einfach – sehr einfach. Kleine offene Holzbauten mit Matratzen und Moskitonetz – mehr nicht. Alle Hütten sind mit Stegen verbunden, die noch trocken sind, als wir ankommen. Es gibt kein fliessendes Wasser, das Klo wird mit Kübel und Schöpfkelle mit Wasser aus dem Fluß bedient. Dusche brauchen wir nicht – die gibt’s jeden Tag gratis und ist vollkommen natürlich.
Am Abend hört der Regen auf und wir haben einen wunderschönen Nacht Trip mit dem Boot, bei dem wir Lizards, Vögel und fast ein Krokodil sehen – superschön. Danach gibt’s wieder verstimmte Gitarrenmusik (liegt an der Feuchtigkeit) und ein paar gute Nacht Biere.
Am nächsten Tag geht’s um 6.00 Uhr in der Früh los – wir werden von den Guides geweckt und fahren wieder mit dem Boot raus – kein Regen, sondern Sonne. Dann wird’s ganz schnell sehr heiss und tropisch schwül. Wenns regnet ist es dagegen nur warm.
Inzwischen ist das Wasser allerdings so hoch gestiegen, dass die Stege, die zu unserer Unterkunft führen unter Wasser stehen. Wir müssen jedes Mal durch knietiefes Wasser um in unser Hüttchen zu kommen und das Wasser steigt und steigt und steigt. Somit wird auch eine Bootsfahrt und der Nachttrip durch den Dschungel abgesagt – leider. Inzwischen können wir mit Regen sehr gut umgehen. Es ist nicht kalt, sondern nur nass. Eine nasse Hose kann man drei Tage lang tragen – sie trocknet auf der Haut besser als auf der Wäscheleine. Hängt man Plastiksäcke und Ponchos zum trocknen auf, bleiben sie innen garantiert nass. Gummischuhe und Gummistiefel sind die beste Ausrüstung. Elke hat sich Supergummiwasserschuhe um 7 Ringit (ca. 1,50 Euro) gekauft und gibt ziemlich damit an. Sie rutschen nicht und sie haben Fussballgumminuppel unten dran – ausserdem kann sie damit durch alle Lacken laufen.
Trotz des Regens war das Camp ein wunderschönes Erlebnis. Es ist einfach ein unvergessliches Erlebnis, wilde Affen (Orang Utan und einen Borneo Gibbon) und Vögel in der Natur zu beobachten. Trotzdem freuen wir uns wieder auf eine trockene Unterkunft…
Mo
02
Jan
2012
Orang Utan Rehabilitation Center
In der Früh waren wir im Orang Utan Rehabilitation Center und haben den Affis auf den Bäumen zugeschaut. 2 Affenmammis mit ihren Babies – so liiieb! Weniger lieb war dann die Schlange, die in den Bäumen über unseren Köpfen schlief. Das Rehabilitation Centre bereitet junge Waisenaffen auf ihr Leben im Dschungel vor. „Orang Utan“ heisst „Wilder Mensch“. Wir Weissen werden hier liebevoll (?) „Orang Putis“ genannt „Weisse Menschen“ (und ich hab immer gedacht, die Affen heissen Orang Utan, weil sie orange sind…). Am Nachmittag geht’s los ins Dschungel Camp (wir nennen es im Nachhinein „Survival Camp“) und es beginnt zu regnen und zu regnen und zu regnen. Beim Briefing davor wurde uns erklärt, dass wir uns kein 5 Sterne Hotel erwarten dürfen. Wir haben nur eine ungefähre Ahnung was uns bevorsteht…
So
01
Jan
2011
2012
Neujahr und ein erster Abschied von lieben Leuten. Verlassen heute Mabul und fahren mit dem Boot zurück nach Semporna. Dort noch Geld abheben, Leute verabschieden, Unterkunft für den nächsten Aufenthalt organisieren und dann geht’s mit dem Bus Richtung Sandakan. Eine fünfeinhalbstündige Busfahrt steht uns bevor und wir müssen vor Sandakan auf der Kreuzung nach Sepilok raus. So stehen wir im Dunkeln plötzlich an irgendeinem Kreisverkehr in der Einöde, wandern noch ca. 10 Minuten und finden mit Hilfe unserer Taschenlampen unsere Unterkunft „Uncle Tan“. Wir sind hier nicht in einer Stadt sondern in der Nähe eines Orang Utan Rehabilitationszentrums – also fast im Dschungel – und wir sind die einzigen Gäste. Unser Zimmer ist klein, einfach und alles hier ist feucht, feucht, feucht. Aber die Einheimischen sind wieder sehr nett und spielen mit verstimmten Gitarren (liegt sicher an der Feuchtigkeit).
Do
29
Dez
2011
Endlich Urlaub auf Pulau Mabul/Borneo
Am nächsten Tag hat der Regen Gott sei Dank aufgehört und wir können mit dem Boot nach Mabul. Eine Stunde dauert die Fahrt und es regnet nicht. Die Insel Mabul wurde von den Bewohnern durch Pfahlbauten im Meer vergrössert – teilweise wohnen die Leute auf Booten vor der Insel. Wir sind ziemlich gespannt auf unsere Unterkunft – sogenannte „homestays“ und sind total positiv überrascht. Nach dem ziemlich grindigen Teil der Basis am Festland ist das hier auf der Insel ein Paradies. Zwar keine luxuriösen Zimmer – alles sehr basic – kein Waschbecken – nur Wasserhahn mit Kübel und Schöpfkelle. Dusche ist das gleiche – nur der Wasserhahn ist höher – aber sehr nett gemacht mit großer Terrasse und Tauchbasis gleich nebenan. Gefällt uns sehr gut, viele liebe Leute, gleich lustige Stimmung. Nach unserer Ankunft gibt’s Frühstück, Tauchequipment und wir fahren nach Kapalai (eine untergegangene Insel mit Nobelresort auf Pfahlbauten obendrauf) zum Tauchen. Schön, schön, schön, schön…
Mi
28
Dez
2011
Johor Bahru - Kota Kinabalu - Tawau - Semporna
In Tawau werden wir von den Billabong Divers abgeholt und nach Semporna gebracht. Es regnet Hunde und Katzen – Monsunzeit. Wir fahren ca. 1 Stunden und kommen dann in einem heruntergekommenen Ort an, um in einer noch heruntergekommenen Tauchbasis (bzw. im Büro der Tauchbasis) einzuchecken. Die anderen Tauchbasen glänzen – unsere nicht. Aber zumindest sind die Leute sehr freundlich, blödeln mit uns und wir kriegen für die erste Nacht ein Zimmer ohne Fenster und hellblau/gelben wänden. Es gibt ein Klo, das wir uns mit dem Big Boss teilen und das von oben tropft. Spülen tut man mit Kübel und Schöpfkelle. Ursprünglich wollten wir auf die Insel Mabul – dort haben die Billabongs ihre Tauchbasis – aber aufgrund des Regens müssen wir am Festland bleiben, essen Fisch und trinken Bier (gibts hier nicht überall…).
So
25
Dez
2011
der Tag ist da
...wir sind so weit. Unser Lebensbrauchhaufen ist gepackt, der Champus geht zu neige, Weihnachten im Kreise der Liebsten war wunderschön. Jetzt sind noch 14 Std. bis zum Abflug gut Euch Nacht.
Busserl Elke & Martin





